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LKW-Fahrer finden: Warum Zeitungsanzeigen keinen mehr erreichen

Lkw-fahrer findenStefan Preihs

LKW-Fahrer finden: Berufskraftfahrer schaut in der Pause auf sein Smartphone in der Fahrerkabine

Ein LKW, der auf dem Hof steht, macht keinen Umsatz. Aber die Kosten laufen weiter. Leasing, Versicherung, Stellplatz, das alles wird fällig, ob das Fahrzeug rollt oder nicht. Und wenn ein Fahrer fehlt, bleibt es selten bei einem Problem. Die Tour verschiebt sich, die Kollegen fahren die Lücke mit, sammeln Überstunden, und irgendwann steht der Nächste im Büro und kündigt.

Viele Speditionen mit fünf bis fünfzig Fahrzeugen kennen diese Spirale. Sie schalten eine Anzeige, warten, und es kommt nichts Brauchbares. Oder es kommen Bewerber, die keinen passenden Führerschein haben, denen die Module fehlen oder deren Verfügbarkeit nicht stimmt. Am Ende hat man viel telefoniert und keinen Fahrer gewonnen.

Woran liegt das eigentlich? Warum greifen die Wege, die früher funktioniert haben, plötzlich nicht mehr? Und was können Sie als Inhaber tun, um wieder an die Leute zu kommen, die Sie brauchen?

Grundlagen

LKW-Fahrer finden: Definition und warum es heute anders läuft

LKW-Fahrer finden bedeutet heute vor allem, Berufskraftfahrer zu erreichen, die gar nicht aktiv suchen, weil sie bereits einen festen Job haben. Genau das ist der Kern des Problems. Der klassische Bewerber, der jeden Abend die Stellenbörsen durchklickt, ist in diesem Berufsfeld die Ausnahme geworden.

Wer als Fahrer angestellt ist, öffnet keine Jobportale. Er hat eine Zugmaschine, eine feste Tour und Kollegen, die er kennt. Ein Wechsel passiert nicht, weil er sucht, sondern weil ihm etwas Besseres begegnet. Abends auf dem Handy, in der Pause, nach Feierabend. Wenn er dort sieht, dass es woanders angenehmer aussieht, überlegt er.

Das ändert die Aufgabe für Ihren Betrieb grundlegend. Sie müssen nicht mehr darauf warten, dass jemand Ihre Anzeige findet. Sie müssen dorthin, wo die Fahrer ohnehin schon sind.

Was nicht mehr wirkt

Warum Anzeige, Vermittler und Jobportal ins Leere laufen

Die alten Wege scheitern, weil sie fast nur Menschen erreichen, die aktiv suchen. Und aktive Sucher sind in diesem Beruf selten. Schauen wir uns die drei häufigsten Kanäle einmal ehrlich an.

Die Zeitungsanzeige

Ein 28-jähriger Berufskraftfahrer liest keine Zeitungsanzeige. Er ist auf dem Handy, in kurzen Momenten zwischendurch. Die Anzeige verpufft, weil sie den Menschen an einem Ort sucht, an dem er längst nicht mehr ist.

Der Personalvermittler

Ein Vermittler kann einen Fahrer bringen. Er nimmt dafür eine Provision, oft eine ordentliche. Und wenn Sie das nächste Mal jemanden brauchen, beginnt alles von vorn. Sie zahlen jedes Mal neu und bauen dabei nichts auf, was Ihnen dauerhaft gehört.

Das Jobportal

Auf den Portalen stehen Sie neben jeder anderen Spedition im Umkreis. Ähnlicher Text, ähnliche Konditionen, ähnliche Beschreibung. Der wenige aktive Sucher, der dort landet, vergleicht Sie mit fünf anderen, die fast das Gleiche schreiben. Das ist ein harter Wettbewerb um eine sehr kleine Gruppe.

Die Fahrer, die Sie wirklich wollen, suchen nicht. Sie müssen gefunden werden.

Der andere Weg

Wie man Berufskraftfahrer heute wirklich erreicht

LKW einer Spedition unterwegs auf der Autobahn
Echte Aufnahmen aus dem Alltag wirken glaubwürdiger als jeder Werbetext.

Fahrer erreicht man dort, wo sie ihre Freizeit verbringen, nämlich auf ihren Handys, über Videos in sozialen Netzwerken. Instagram, Facebook, TikTok und YouTube sind die Orte, an denen ein Fahrer abends und in der Pause unterwegs ist. Ein kurzes Video aus einem Betrieb, in dem es besser aussieht als bei ihm, bringt ihn eher zum Nachdenken als jede Textanzeige.

Das Fahrzeug zeigen

Fahrer entscheiden nach Zugmaschine, Tourenplanung und dem Ton im Betrieb. Das lässt sich nicht in Worten beschreiben, das muss man sehen. Ein Film vom Hof sagt mehr als jede Aufzählung.

Regional bleiben

Ein Fahrer zieht nicht um. Eine sinnvolle Kampagne läuft im Umkreis Ihres Standorts, dort, wo Bewerber tatsächlich täglich pendeln können. Bundesweite Reichweite bringt Ihnen wenig.

Vorher filtern

Führerscheinklassen, Module, Erfahrung und Verfügbarkeit lassen sich vorab abfragen. So sprechen Sie nur mit Leuten, die auch wirklich fahren dürfen und können.

Warum echte Bilder wichtiger sind als Werbetexte

Ein Fahrer, der seit acht Jahren im Betrieb ist und erzählt, warum er bleibt, wirkt stärker als jeder geschliffene Slogan. Solche Aufnahmen entstehen bei Ihnen, auf Ihrem Hof, mit Ihren Leuten. Gestellte Stockbilder erkennt jeder sofort, und sie überzeugen niemanden, der den Beruf kennt.

Alt und neu

Der Unterschied im Alltag Ihrer Spedition

Geparkte LKW-Flotte auf dem Hof einer Spedition
Ein stehender LKW verursacht täglich Kosten, auch wenn kein Auftrag gefahren wird. · Foto: JPC24M (CC BY-SA 2.0)

Der Unterschied zwischen den beiden Wegen zeigt sich vor allem darin, wer sich am Ende bei Ihnen meldet und wie viel Arbeit dabei entsteht.

Der alte Weg

  • Anzeige schalten und hoffen
  • Sie erreichen fast nur aktive Sucher
  • Viele Absagen wegen fehlendem Führerschein oder fehlenden Modulen
  • Bei jedem neuen Bedarf fängt alles von vorn an
  • Sie stehen im Wettbewerb neben allen anderen Speditionen

Der neue Weg

  • Video läuft dort, wo Fahrer ohnehin sind
  • Sie erreichen auch Leute mit festem Job
  • Vorqualifizierung filtert vor dem ersten Gespräch
  • Sie zeigen Ihren Betrieb statt nur Konditionen
  • Die Ausspielung läuft gezielt im Umkreis

Praxisbeispiel

Rechnen Sie einmal grob. Steht ein LKW eine Woche still, weil ein Fahrer fehlt, laufen die Fixkosten für Leasing, Versicherung und Stellplatz weiter, während kein Auftrag gefahren wird. Bei einem Fahrzeug sind das schnell mehrere hundert Euro pro Tag ohne Gegenwert. Kommt es dazu, dass ein langjähriger Kunde zweimal zu spät beliefert wird und beim dritten Mal ein Vergleichsangebot einholt, geht es plötzlich nicht mehr um einen Fahrer, sondern um einen Kunden, den Sie seit Jahren haben. Der offene Fahrersitz ist also selten nur ein Personalthema.

Worauf achten

Woran Sie eine sinnvolle Kampagne erkennen

Eine gute Fahrer-Kampagne erkennen Sie daran, dass sie echt, regional und vorgefiltert arbeitet, statt nur Reichweite zu versprechen. Wenn Sie das Thema angehen, achten Sie auf ein paar handfeste Punkte.

  • Die Videos entstehen in Ihrem Betrieb, nicht aus einer Bilddatenbank.
  • Die Ausspielung lässt sich nach Alter, Umkreis und Interessen einstellen.
  • Bewerber durchlaufen vorab einen Filter zu Führerschein, Modulen und Verfügbarkeit.
  • Ihr Aufwand bleibt überschaubar und ist vorher klar benannt.
  • Sie sprechen mit einem festen Ansprechpartner, nicht mit wechselnden Vermittlern.

Was ist mit älteren Fahrern?

Viele Inhaber glauben, Social Media erreiche nur junge Leute. Das stimmt so nicht. Gerade die Altersgruppe zwischen 45 und 60 ist auf Facebook stark vertreten. Über die Einstellungen lässt sich genau diese Gruppe ansteuern. Wer erfahrene Fahrer sucht, findet sie also durchaus über diesen Weg.

Was heißt das für einen kleinen Betrieb konkret?

Für eine Spedition mit einer überschaubaren Flotte bedeutet das keinen riesigen Apparat. Ein Drehtag auf dem Hof, ein kurzes Vorgespräch, und die Vorstellungsgespräche mit den Bewerbern, die durch den Filter gekommen sind. Konzept, Schnitt und Vorauswahl übernimmt ein Dienstleister. Sie behalten die Zeit für das, was zählt, nämlich die richtige Person auszuwählen.

Zusammengefasst

Fahrer gewinnt man dort, wo sie ohnehin sind

Die klassische Fahrersuche hat ihren Sinn verloren, weil sie an einer Gruppe vorbeizielt, die gar nicht aktiv sucht. Der gute Fahrer hat einen Job. Er wechselt nicht, weil er eine Anzeige liest, sondern weil ihm etwas Besseres begegnet, während er sein Handy in der Hand hat.

Wer das ernst nimmt, dreht die Logik um. Statt zu warten, geht man dorthin, wo die Fahrer sind, zeigt echte Bilder aus dem eigenen Betrieb und spricht regional die Menschen an, die tatsächlich pendeln können. Ein Vorfilter sorgt dafür, dass Sie Ihre Zeit nicht mit Absagen verbringen.

Das ist kein Wundermittel und keine Garantie über Nacht. Aber es passt zu der Art, wie Menschen heute Entscheidungen über ihren Job treffen. Und es baut etwas auf, das Ihnen gehört, statt bei jedem Bedarf neu Provision zu zahlen.

Für kleine und mittlere Speditionen ist das vor allem eine Frage der Konsequenz. Wer weiter nur schaltet und hofft, wird immer öfter auf einen stehenden LKW schauen.

Umsetzung

Was Sie jetzt konkret tun können

Sie müssen nicht alles auf einmal umstellen. Aber ein paar Schritte bringen Sie sofort weiter.

  1. Schauen Sie ehrlich, worüber Ihre letzten Fahrer tatsächlich zu Ihnen kamen. Waren es Anzeigen oder Empfehlungen?
  2. Halten Sie fest, was Ihren Betrieb für Fahrer angenehm macht, etwa Fuhrpark, Touren und Umgang. Genau das ist Ihr Argument.
  3. Überlegen Sie, ob ein Fahrer bereit wäre, kurz vor der Kamera zu erzählen, warum er bleibt. Das wirkt stärker als jeder Text.
  4. Legen Sie Ihre Mindestkriterien fest, also Führerscheinklassen, Module und Verfügbarkeit. So können Sie später sauber vorfiltern.
  5. Denken Sie regional. Zeichnen Sie den Umkreis, aus dem jemand realistisch täglich zu Ihnen pendeln kann.

Wenn Sie diesen Weg gehen wollen, aber weder Zeit noch Technik dafür haben, unterstützt Sie PREIHS DIGITAL dabei. Wir bauen für kleine und mittlere Betriebe Websites und digitale Wege der Kundengewinnung, und dazu gehört auch, die richtigen Leute für offene Stellen sichtbar anzusprechen. Ohne großen Aufwand auf Ihrer Seite.

Häufige Fragen

Fragen zum LKW-Fahrer finden

Wie schnell kann ich neue LKW-Fahrer finden?

Das hängt vom Weg ab. Über gezielte Video-Kampagnen in sozialen Netzwerken kommen die ersten Bewerbungen oft schon in den ersten Tagen nach dem Start, weil man Fahrer dort direkt erreicht. Über klassische Anzeigen kann es dagegen Wochen dauern, ohne dass etwas Passendes kommt.

Erreiche ich ältere Fahrer über Social Media überhaupt?

Ja. Die Altersgruppe zwischen 45 und 60 ist auf Facebook stark vertreten. Über die Einstellungen lassen sich Alter, Umkreis und Interessen so eingrenzen, dass die Anzeigen genau bei der gesuchten Gruppe landen. Social Media ist längst nicht mehr nur etwas für junge Leute.

Warum funktionieren Zeitungsanzeigen für Fahrer nicht mehr?

Weil die gesuchten Fahrer meist einen festen Job haben und nicht aktiv suchen. Sie lesen keine Stellenanzeigen, sondern verbringen ihre Freizeit am Handy. Deshalb erreichen klassische Anzeigen fast nur die kleine Gruppe der aktiv Suchenden, die zusätzlich von allen anderen Speditionen umworben wird.

Müssen meine eigenen Fahrer vor die Kamera?

Es hilft sehr, ist aber keine Bedingung. Ein Fahrer, der glaubwürdig erzählt, warum er seit Jahren bleibt, überzeugt stärker als jeder Werbetext. Wer nicht möchte, muss aber nicht. In den meisten Betrieben findet sich jemand, der dazu Lust hat.

Was kostet mich das an eigener Zeit?

Bei einem professionell begleiteten Weg bleibt Ihr Aufwand überschaubar. In der Regel sind es ein Drehtag im Betrieb, ein kurzes Vorgespräch und die Vorstellungsgespräche mit den vorgefilterten Bewerbern. Konzept, Schnitt und Vorauswahl übernimmt der Dienstleister.

Lohnt sich das auch für eine kleine Spedition?

Gerade dann. Ein einziger stehender LKW verursacht täglich Fixkosten und kann im schlimmsten Fall einen langjährigen Kunden kosten. Für einen Betrieb mit wenigen Fahrzeugen wiegt jeder unbesetzte Sitz schwerer, deshalb zahlt sich ein zuverlässiger Weg zur Fahrersuche schnell aus.

Autor

Stefan Preihs

Gründer von Preihs Digital und dem DWP-System, Autor von „Zeitlich, örtlich, finanziell – FREI". Seit über zehn Jahren baut er für kleine und mittlere Betriebe digitale Kundengewinnung und Mitarbeitergewinnung auf.

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