Mitarbeiter finden im handwerk

Mitarbeiter finden im Handwerk: Der ehrliche Leitfaden

Mitarbeiter finden im handwerkStefan Preihs

Handwerker steht nachdenklich in einer Werkstatt und sucht Mitarbeiter im Handwerk

Das Auftragsbuch ist voll. Der Kunde will wissen, wann es losgeht. Und Sie sitzen abends am Küchentisch und rechnen sich aus, welchen Auftrag Sie diese Woche absagen müssen, weil schlicht die Leute fehlen. Nicht das Geschäft ist das Problem. Die Hände sind es.

Für viele Handwerksbetriebe ist das inzwischen der Normalfall. Man wächst, man hätte Arbeit für zwei zusätzliche Monteure, und trotzdem stehen die Stellen seit Monaten leer. Die Anzeige läuft, das Portal kostet Geld, und es meldet sich niemand. Oder es melden sich Leute, die weder den Führerschein noch die Erfahrung mitbringen, die man eigentlich braucht.

Woran liegt das? Warum funktionieren die alten Wege der Personalsuche im Handwerk nicht mehr? Und was können Sie als Inhaber konkret tun, um wieder an gute Gesellen und Monteure zu kommen, ohne dass die Suche Ihren ganzen Feierabend frisst? Genau darum geht es hier.

Grundlagen

Mitarbeiter finden im Handwerk: Definition und Ausgangslage

Mitarbeiter finden im Handwerk bedeutet heute nicht mehr, eine Stelle auszuschreiben und auf Bewerbungen zu warten. Es bedeutet, gezielt Fachkräfte anzusprechen, die bereits in Arbeit sind und nur bei einem besseren Angebot wechseln. Das ist der entscheidende Unterschied zu früher.

Der Grund dafür ist einfach. Wer im Handwerk etwas kann, ist beschäftigt. Ein guter Elektriker, ein zuverlässiger Anlagenmechaniker, ein erfahrener Monteur sitzt nicht arbeitslos zu Hause und durchsucht Stellenportale. Er hat einen Job. Er wechselt nur, wenn er merkt, dass es woanders besser läuft.

Die Zahlen zeigen, wie angespannt die Lage ist. Laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks sind rund 250.000 Stellen im Handwerk unbesetzt, dazu kommen im Schnitt etwa 20.000 offene Ausbildungsplätze. Das ist kein kurzfristiges Tief, sondern ein struktureller Mangel, der bleibt.

Warum die Stellenanzeige an Wirkung verloren hat

Eine klassische Anzeige richtet sich an Menschen, die aktiv suchen. Genau diese Gruppe ist im Handwerk aber winzig geworden. Die wirklich guten Leute suchen nicht. Sie sind erreichbar, aber nicht über ein Portal, auf dem nur die landen, die gerade gekündigt haben oder gekündigt wurden.

Dazu kommt: Wer sich auf eine Anzeige meldet, vergleicht Sie oft parallel mit fünf anderen Betrieben. Sie stehen im Wettbewerb, meist über die Zahl unten rechts, den Stundenlohn. Ein schwacher Ausgangspunkt, wenn Sie nicht der teuerste Betrieb der Region sind.

Der Unterschied zwischen aktiv und passiv Suchenden

Aktiv Suchende sind selten und oft aus einem Grund verfügbar. Passiv Suchende sind die große Mehrheit. Zufrieden genug, um zu bleiben, aber offen genug, um zu wechseln, wenn das Richtige kommt. Wer diese Gruppe erreichen will, muss dort auftauchen, wo sie ohnehin unterwegs ist, und nicht dort, wo man nach einem Job sucht.

Was das für Ihre Suche verändert

Sobald Sie die passiv Suchenden als Zielgruppe begreifen, dreht sich die Logik um. Sie warten nicht mehr, dass jemand von sich aus auf Sie zukommt. Sie gehen aktiv dorthin, wo diese Leute ihre Zeit verbringen, und geben ihnen einen Grund, über einen Wechsel nachzudenken. Das ist mehr Arbeit vorne, bringt aber die Kandidaten, die wirklich etwas können.

Was zählt

Warum gute Handwerker gar keinen Job suchen

Tischler in seiner Werkstatt an der Hobelbank
Der Betrieb ist das Argument: Ausstattung, Ton und ein Chef, der mit anpackt, überzeugen mehr als zwei Euro mehr. · Foto: ccnull.de Bilddatenbank (CC BY 2.0)

Gute Handwerker suchen keinen Job, weil sie schon einen haben. Wer sie gewinnen will, muss ihnen also nicht zeigen, dass eine Stelle frei ist, sondern dass der eigene Betrieb der bessere Ort zum Arbeiten ist. Das ist ein anderer Ausgangspunkt als bei einer normalen Ausschreibung.

Ein Monteur, der seit Jahren im Job ist, denkt über einen Wechsel nach, wenn er sieht, dass anderswo etwas besser läuft. Das kann das Werkzeug sein, das Fahrzeug, der Ton auf der Baustelle oder ein Chef, der abends nicht am Telefon herumbrüllt. Diese Dinge entscheiden mehr als zwei Euro mehr Stundenlohn.

Der Betrieb ist das Argument, nicht der Lohn

Viele Inhaber glauben, sie müssten beim Geld nachlegen, um attraktiv zu sein. In Wahrheit überzeugt oft etwas ganz anderes. Ordentliche Ausstattung, ein planbarer Feierabend, ein Chef, der mit anpackt, statt nur zu befehlen. Solche Punkte machen den Unterschied, weil sie den Alltag der nächsten Jahre beschreiben, nicht nur den Kontostand am Monatsende.

Warum man das zeigen muss, nicht behaupten

In einer Anzeige bleibt jede dieser Aussagen eine Behauptung. „Gutes Betriebsklima" schreiben alle. „Moderne Ausstattung" auch. Wer wechseln soll, glaubt Worten wenig. Er glaubt, was er sieht. Deshalb wirkt ein kurzes, echtes Video von Ihrer Baustelle stärker als jeder ausgefeilte Anzeigentext.

Die kleinen Signale, auf die Bewerber achten

Ein wechselwilliger Monteur liest Zwischentöne. Sieht der Firmenwagen gepflegt aus oder ist er verbeult und dreckig? Wird auf der Baustelle miteinander geredet oder herumgebrüllt? Steht der Chef mit im Bild oder versteckt er sich? Diese Details sagen mehr über einen Betrieb aus als jede Aufzählung von Benefits. Genau deshalb entscheidet der echte Eindruck, nicht die Formulierung.

Klassische Anzeige

  • Erreicht nur aktiv Suchende
  • Behauptet gutes Klima, zeigt es nicht
  • Konkurriert vor allem über den Lohn
  • Streut breit, viel Leerlauf

Gezielte Ansprache

  • Erreicht auch die, die zufrieden im Job sind
  • Zeigt den echten Alltag im Betrieb
  • Überzeugt über Ausstattung und Ton
  • Läuft nur im pendelbaren Umkreis

Der Weg

Wie Sie Gesellen und Monteure heute wirklich erreichen

Junger Mann schaut zu Hause auf dem Sofa auf sein Smartphone
Nach Feierabend auf dem Sofa: Genau dort entscheiden Gesellen, ob sie über einen Wechsel nachdenken. · Foto: Kristin Hardwick (CC CC0 1.0)

Sie erreichen Gesellen und Monteure heute am besten dort, wo sie abends ohnehin sind. Auf Instagram, Facebook und TikTok, im Umkreis Ihres Betriebs. Im Feierabend nach der Schicht entscheidet sich, ob jemand über einen Wechsel nachdenkt.

Das klingt zunächst ungewohnt, weil man Social Media selten mit dem Handwerk in Verbindung bringt. Aber der Geselle, der um 16 Uhr Werkzeug wegräumt, sitzt um 20 Uhr mit dem Handy auf dem Sofa. Dort sehen Sie ihn, wenn Sie es richtig anstellen. Nicht mit einem hochglanzpolierten Werbespot, sondern mit einem ehrlichen Blick auf Ihren Betrieb.

Im Umkreis statt bundesweit

Ein Monteur pendelt in der Regel höchstens 40 Minuten zur Arbeit. Alles darüber hält niemand lange durch. Deshalb ergibt eine bundesweite Ausspielung keinen Sinn. Die Ansprache sollte genau in dem Radius laufen, aus dem jemand realistisch zu Ihnen fahren würde. Das spart Geld, senkt den Streuverlust und bringt Kontakte, die wirklich infrage kommen.

Vorauswahl, bevor das Telefon klingelt

Der große Zeitfresser bei der Personalsuche sind die Gespräche, die nichts bringen. Jemand ruft an, hat aber keinen Führerschein, kein passendes Gewerk oder ist frühestens in einem halben Jahr verfügbar. Ein sauberer Bewerbungsablauf klärt solche Punkte vorab. Gewerk, Erfahrung, Führerschein und Verfügbarkeit werden abgefragt, bevor überhaupt jemand bei Ihnen landet.

Echte Bilder statt gestellter Szenen

Stockfotos von lächelnden Handwerkern durchschaut jeder sofort. Wer wechseln soll, will Ihren echten Betrieb sehen. Ihre Halle, Ihr Team, Ihr Fahrzeug, den Ton, wie miteinander geredet wird. Das ist unbequemer, weil es echte Aufnahmen braucht, aber genau deshalb wirkt es.

  • Ansprache dort, wo Fachkräfte abends sind: Instagram, Facebook, TikTok
  • Ausspielung nur im pendelbaren Umkreis, maximal rund 40 Minuten Fahrt
  • Vorqualifizierung nach Gewerk, Erfahrung, Führerschein und Verfügbarkeit
  • Echte Aufnahmen aus dem Betrieb statt austauschbarer Stockbilder
  • Der Inhaber im Bild, weil Bewerber wissen wollen, für wen sie arbeiten

Rechnen

Was eine unbesetzte Stelle Ihren Betrieb wirklich kostet

Eine unbesetzte Stelle kostet Sie fast immer mehr, als jede Personalmaßnahme kosten würde, weil jeder abgesagte Auftrag direkt verlorenen Umsatz bedeutet. Der Schmerz sitzt nicht in den Kosten der Suche, sondern in dem Geschäft, das Ihnen durch die Finger läuft.

Die meisten Inhaber betrachten Personalgewinnung als Ausgabe. Sinnvoller ist es, die andere Seite zu rechnen. Was verlieren Sie, wenn eine Stelle drei, sechs oder zwölf Monate leer bleibt? Diese Zahl übersteigt die Kosten fast jeder vernünftigen Maßnahme deutlich.

Praxisbeispiel

Nehmen Sie einen Sanitärbetrieb mit 15 Mitarbeitern, der einen zusätzlichen Monteur voll auslasten könnte. Fehlt dieser Mann, muss der Chef pro Woche im Schnitt zwei Aufträge absagen oder weit nach hinten schieben. Bei einem durchschnittlichen Auftragswert von wenigen Tausend Euro summiert sich das über Monate zu einem fünfstelligen Betrag, der schlicht nicht ins Haus kommt. Gegen diesen Verlust wirken die Kosten der Personalsuche klein.

Warum sich Suche oft schon ab der ersten Einstellung lohnt

Die Frage ist nicht, ob Ihr Betrieb groß genug ist, sondern wie viel eine leere Stelle Sie kostet. Wenn ein fehlender Monteur bedeutet, dass Sie Aufträge ablehnen, rechnet sich eine gezielte Suche in der Regel schon mit der ersten Einstellung. Betriebsgröße ist dabei zweitrangig.

Der versteckte Preis: Sie selbst stehen wieder auf der Baustelle

Es gibt einen Kostenpunkt, den kaum jemand in die Rechnung nimmt. Fehlt Personal, springt der Inhaber ein. Sie stehen wieder mit auf der Baustelle, statt den Betrieb zu führen. Angebote, Abrechnung und die Personalsuche selbst wandern in den Abend. Das ist teuer, auch wenn es auf keiner Rechnung steht, weil Ihre Zeit als Chef die wertvollste im Betrieb ist.

Der Folgeeffekt auf Ihr Team

Ein Punkt wird oft übersehen. Wenn dauerhaft eine Stelle fehlt, tragen Ihre bestehenden Leute die Mehrarbeit. Überstunden häufen sich, der Druck steigt, die Stimmung kippt. Am Ende riskieren Sie, dass auch gute Mitarbeiter gehen, weil ihnen die Belastung zu viel wird. Eine leere Stelle bleibt also selten allein, sie zieht Folgen nach sich.

Nicht die Suche ist teuer. Teuer ist die Stelle, die leer bleibt.

Vergleich

Personalvermittler, Portal oder eigene Ansprache?

Jeder Weg hat seine Berechtigung, aber sie unterscheiden sich stark in Kosten und Nachhaltigkeit. Ein Personalvermittler ist schnell, aber teuer und einmalig. Eine eigene, wiederverwendbare Ansprache kostet vorab mehr Aufwand, zahlt sich aber über Jahre aus.

Der Personalvermittler

Ein Vermittler nimmt üblicherweise ein bis zwei Bruttomonatsgehälter je Einstellung. Beim nächsten Bedarf zahlen Sie wieder. Das kann sich lohnen, wenn Sie einmalig eine Schlüsselposition schnell besetzen müssen. Als Dauerlösung bei laufendem Bedarf wird es schnell teuer.

Die Portale

Stellenportale sind günstig im Einstieg, aber sie erreichen fast nur aktiv Suchende. Genau die Gruppe, die im Handwerk am kleinsten ist. Sie zahlen für Reichweite, die an den Menschen vorbeigeht, die Sie eigentlich wollen.

Die eigene Ansprache mit Videos

Aufnahmen aus Ihrem Betrieb entstehen einmal und lassen sich über Jahre weiterverwenden. Auf der Website, im Schaufenster, in weiteren Kampagnen. Der Aufwand liegt vorne, der Nutzen bleibt. Diese Videos gehören Ihnen, während eine Vermittlungsgebühr weg ist, sobald der Kandidat eingestellt ist.

Schnell, aber teuer

Der Vermittler liefert zügig, kostet aber ein bis zwei Monatsgehälter pro Kopf und bei jedem neuen Bedarf erneut.

Günstig, aber wirkungsarm

Portale sind billig, erreichen aber vor allem aktiv Suchende und damit selten die guten Leute.

Aufwand vorne, Nutzen dauerhaft

Eigene Videos kosten Vorbereitung, laufen dann aber über Jahre und bleiben Ihr Eigentum.

Zeitrahmen

Wie schnell haben Sie realistisch jemanden?

Erste Bewerbungen kommen bei einer gut gemachten Kampagne meist schon in den ersten Tagen, bis zur tatsächlichen Einstellung vergehen aber oft vier bis acht Wochen. Der Grund ist einfach. Wer wechselt, hat eine Kündigungsfrist.

Das ist wichtig zu verstehen, damit Sie realistisch planen. Kontakte und vorqualifizierte Gespräche kommen schnell. Der Mann steht aber nicht am nächsten Montag bei Ihnen auf der Baustelle, sondern nach Ablauf seiner Frist beim alten Arbeitgeber. Wer das einplant, wird nicht ungeduldig und trifft bessere Entscheidungen.

Die ersten Tage: Kontakte kommen

Läuft die Ansprache im richtigen Umkreis, melden sich die ersten Interessenten meist innerhalb weniger Tage. Wichtig ist, dass Sie dann schnell reagieren. Wer sich meldet und drei Tage nichts hört, ist beim nächsten Betrieb.

Wochen vier bis acht: die Einstellung

Zwischen erstem Gespräch und Arbeitsbeginn liegt in der Regel die Kündigungsfrist des Kandidaten. Vier bis acht Wochen sind normal. Planen Sie diesen Vorlauf ein, statt ihn als Verzögerung zu erleben.

Warum Geduld sich hier auszahlt

Ein Kandidat mit ordentlicher Kündigungsfrist ist ein gutes Zeichen. Er verlässt seinen bisherigen Arbeitgeber sauber, ohne Nacht-und-Nebel-Aktion. Genau so wird er auch bei Ihnen arbeiten. Wer dagegen sofort verfügbar ist, war entweder frisch gekündigt oder hat woanders keine gute Figur gemacht. Ein wenig Wartezeit ist also oft ein Qualitätsmerkmal.

Zusammenfassung

Zeigen statt behaupten: Was bleibt

Die Personalsuche im Handwerk hat sich grundlegend gedreht. Früher schrieb man eine Stelle aus und wählte unter den Bewerbern. Heute müssen Sie Menschen überzeugen, die eigentlich gar nicht suchen. Das gelingt nicht mit einem höheren Lohn allein, sondern damit, dass Sie zeigen, wie es bei Ihnen wirklich läuft.

Der entscheidende Hebel ist die Zielgruppe. Gute Leute sind beschäftigt, aber erreichbar, wenn Sie dort auftauchen, wo sie abends sind, und wenn Sie einen echten Grund liefern zu wechseln. Ausstattung, planbarer Feierabend, ein Chef zum Anpacken, das überzeugt mehr als eine austauschbare Anzeige.

Rechnen Sie ehrlich, was eine leere Stelle Sie kostet. In den meisten Fällen ist der Verlust durch abgesagte Aufträge größer als jede Maßnahme, mit der Sie die Stelle füllen. Und vergessen Sie Ihre eigene Zeit nicht. Solange Sie selbst einspringen müssen, führen Sie den Betrieb nicht, Sie halten ihn nur am Laufen.

Wer diese Punkte ernst nimmt, findet auch in einem angespannten Markt Leute. Nicht über Nacht, aber verlässlich. Der erste Schritt ist, aufzuhören, auf Bewerbungen zu warten, und anzufangen, die Richtigen aktiv anzusprechen.

Umsetzung

Was Sie jetzt konkret tun können

Sie müssen nicht alles auf einmal umstellen. Fangen Sie mit den Schritten an, die den größten Unterschied machen, und bauen Sie von dort aus weiter.

  1. Rechnen Sie Ihren Schmerz aus. Notieren Sie, wie viele Aufträge Sie in den letzten drei Monaten wegen Personalmangels abgesagt oder verschoben haben, und was das an Umsatz bedeutet. Diese Zahl ist Ihr Maßstab.
  2. Beschreiben Sie, warum man bei Ihnen arbeiten will. Nicht der Lohn, sondern das Konkrete. Ausstattung, Fahrzeuge, Arbeitszeiten, der Umgang im Team. Das sind Ihre echten Argumente.
  3. Zeigen Sie Ihren Betrieb, statt ihn zu beschreiben. Ein paar ehrliche Aufnahmen von der Baustelle und aus der Halle sagen mehr als jede Anzeige. Sie selbst vor der Kamera wirken am stärksten.
  4. Sprechen Sie im richtigen Umkreis an. Konzentrieren Sie sich auf den Radius, aus dem jemand realistisch zu Ihnen pendelt. Alles andere ist verschenktes Budget.
  5. Reagieren Sie schnell. Wer sich meldet, will nicht warten. Ein Anruf am selben Tag schlägt jede ausgefeilte Kampagne, die zu spät nachfasst.

Wenn Sie bei der Umsetzung Unterstützung möchten, hilft Ihnen PREIHS DIGITAL, die Digitalagentur von Stefan Preihs, dabei, Ihren Online-Auftritt und Ihre digitale Personalgewinnung so aufzustellen, dass die richtigen Leute Sie finden. Wir bauen Websites und Kampagnen für Handwerksbetriebe, die zeigen, wie es bei Ihnen wirklich läuft. Melden Sie sich, wenn Sie darüber sprechen möchten.

Häufige Fragen

Fragen zum Mitarbeiter finden im Handwerk

Wie kann ich als Handwerksbetrieb Mitarbeiter finden, wenn sich auf Anzeigen niemand meldet?

Gute Handwerker suchen meist nicht aktiv, deshalb erreichen klassische Anzeigen sie kaum. Sprechen Sie stattdessen gezielt Fachkräfte an, die bereits in Arbeit sind, dort wo sie abends unterwegs sind, etwa auf Instagram, Facebook oder TikTok im Umkreis Ihres Betriebs. Zeigen Sie mit echten Aufnahmen, wie es bei Ihnen läuft.

Lohnt sich gezielte Personalsuche auch für einen kleinen Betrieb mit 15 Mitarbeitern?

Das hängt weniger an der Betriebsgröße als daran, was eine unbesetzte Stelle Sie kostet. Wenn ein fehlender Monteur bedeutet, dass Sie Aufträge ablehnen müssen, rechnet sich die Suche oft schon mit der ersten Einstellung. Entscheidend ist der Verlust durch abgesagte Aufträge, nicht die Zahl Ihrer Mitarbeiter.

Muss ich als Inhaber selbst vor die Kamera?

Es wirkt am stärksten, wenn Sie selbst sprechen, weil Bewerber wissen wollen, für wen sie arbeiten. Wenn das gar nichts für Sie ist, funktioniert es auch mit Ihren Mitarbeitern und Aufnahmen von der Baustelle. Wichtig ist, dass echte Menschen und echte Arbeit gezeigt werden, keine gestellten Szenen.

Wie schnell habe ich einen neuen Handwerker eingestellt?

Erste Kontakte kommen bei einer guten Ansprache meist schon in den ersten Tagen. Bis zur tatsächlichen Einstellung vergehen erfahrungsgemäß vier bis acht Wochen, weil die meisten Kandidaten eine Kündigungsfrist beim alten Arbeitgeber einhalten müssen. Planen Sie diesen Vorlauf von Anfang an ein.

Was kostet die Personalsuche im Vergleich zu einem Personalvermittler?

Ein Vermittler nimmt üblicherweise ein bis zwei Bruttomonatsgehälter je Einstellung, und beim nächsten Bedarf zahlen Sie erneut. Eine eigene Ansprache mit Videos verursacht den Aufwand vor allem einmal, danach lassen sich die Aufnahmen über Jahre weiter nutzen. Welcher Weg günstiger ist, hängt davon ab, wie oft Sie Stellen besetzen.

Wie erreiche ich Handwerker über Social Media, wenn die doch angeblich nicht suchen?

Genau weil sie nicht aktiv suchen, funktionieren Portale schlecht und Social Media gut. Gesellen und Monteure sind abends nach der Schicht ohnehin auf ihren Kanälen unterwegs. Dort sehen sie, dass es woanders besser laufen könnte, und beginnen über einen Wechsel nachzudenken. Sie müssen nur mit einem echten Blick auf Ihren Betrieb dort präsent sein.

Autor

Stefan Preihs

Gründer von Preihs Digital und dem DWP-System, Autor von „Zeitlich, örtlich, finanziell – FREI". Seit über zehn Jahren baut er für kleine und mittlere Betriebe digitale Kundengewinnung und Mitarbeitergewinnung auf.

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